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Sonderforschungsbereich "Energietransfers in der Atmosphäre und im Ozean" für weitere vier Jahre verlängert

31.05.2024
Im Sonderforschungsbereich untersuchen Forschende die Interaktion von Turbulenz, Wellen und Wirbeln im Ozean und der Atmosphäre. Copyright: nvphoto - stock.adobe.com
Im Sonderforschungsbereich untersuchen Forschende die Interaktion von Turbulenz, Wellen und Wirbeln im Ozean und der Atmosphäre. Copyright: nvphoto - stock.adobe.com

Bereits seit 2016 besteht an der Universität Bremen der Sonderforschungsbereich Transregio (SFB TRR) "Energietransfers in der Atmosphäre und im Ozean". Die Deutsche Forschungsgemeinschaft hat nun die insgesamt dritte Förderphase des SFBs bewilligt, die bis Juni 2028 läuft.

In dem SFB arbeiten Wissenschaftler:innen der Universität Bremen gemeinsam mit Forschenden der Universität Hamburg sowie weiterer Forschungseinrichtungen. Die Forschenden kommen unter anderem aus der Ozeanographie, der Meteorologie und der Mathematik. Sie untersuchen die Interaktion von Turbulenz, Wellen und Wirbeln im Ozean und der Atmosphäre. Diese Interaktion ist wichtig für das Klima der Erde und bestimmt mit, wie die Temperaturen künftig ansteigen.

Allerdings ist bisher beispielsweise bei der Berechnung von Meeresströmungen unklar, woher die Energie kommt, durch die kleinräumige Wirbel und durch sie hervorgerufene Durchmischungsprozesse entstehen. In der Atmosphäre ist es ähnlich, nur bewegt sich in diesem Fall Luft anstelle von Wasser. Auch hier können lokale Turbulenzen größere Bewegungen antreiben oder umgekehrt Wellen auf großer Skala in kleinere Strukturen zerfallen. Ziel der Forschenden ist es, für solche und ähnliche Prozesse mathematische Modelle zu entwickeln und Klimaanalysen und Prognosen zu präzisieren. „Wir freuen uns alle sehr über die weitere vierjährige Förderphase ", sagt Anke Pohl, Professorin für Mathematik an der Universität Bremen und Ko-Sprecherin des SFBs. „Der SFB/TRR 181 ist ein wichtiger Bestandteil des Wissenschaftsschwerpunkts ‚Meeres-, Polar- und Klimaforschung‘ der Universität Bremen."

Bisher wurden zahlreiche neue Parametrisierungen und numerische Verfahren entwickelt, die bereits in die zwei wichtigsten deutschen Klimamodelle implementiert wurden. In der dritten Phase wird es darum gehen, die verbesserten, akkurateren Modelle zur Anwendung zu bringen. „Insbesondere ist uns die Nachwuchsförderung und die Ausbildung der nächsten Generation von Forschenden in diesem Bereich wichtig", betont Pohl.

Zwölf universitäre und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen beteiligt

Der SFB wurde von den Universitäten Hamburg und Bremen beantragt, er wird vom Centrum für Erdsystemforschung und Nachhaltigkeit der Universität Hamburg koordiniert. Weitere universitäre und außeruniversitäre Partnereinrichtungen sind das Alfred-Wegener-Institut Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung, das Max-Planck-Institut für Meteorologie, das Helmholtz-Zentrum Hereon, der Deutsche Wetterdienst, die Technische Universität Hamburg, die Goethe-Universität Frankfurt, die Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt, das GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung in Kiel, das Leibniz-Institut für Ostseeforschung und das Leibniz-Institut für Atmosphärenphysik. An der Universität Bremen sind Forschende aus dem MARUM - Zentrum für Marine Umweltwissenschaften, dem Institut für Umweltphysik, dem Zentrum für angewandte Raumfahrttechnologie und Mikrogravitation und dem Fachbereich Mathematik und Informatik an dem SFB beteiligt.

Weitere Informationen:

Fragen beantwortet:

Prof. Dr. Anke Pohl
Institut für Dynamische Systeme (IDS)
Fachbereich 3 - Mathematik und Informatik
Universität Bremen
Tel: +49-421-218-63661
E-Mail: [Bitte aktivieren Sie Javascript]

Universität
Bremen Hochschulkommunikation und -marketing
Telefon: +49 421 218-60150
E-Mail: presse@uni-bremen.de

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Das MARUM gewinnt grundlegende wissenschaftliche Erkenntnisse über die Rolle des Ozeans und des Meeresbodens im gesamten Erdsystem. Die Dynamik des Ozeans und des Meeresbodens prägen durch Wechselwirkungen von geologischen, physikalischen, biologischen und chemischen Prozessen maßgeblich das gesamte Erdsystem. Dadurch werden das Klima sowie der globale Kohlenstoffkreislauf beeinflusst und es entstehen einzigartige biologische Systeme. Das MARUM steht für grundlagenorientierte und ergebnisoffene Forschung in Verantwortung vor der Gesellschaft, zum Wohl der Meeresumwelt und im Sinne der Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen. Es veröffentlicht seine qualitätsgeprüften, wissenschaftlichen Daten und macht diese frei zugänglich. Das MARUM informiert die Öffentlichkeit über neue Erkenntnisse der Meeresumwelt, und stellt im Dialog mit der Gesellschaft Handlungswissen bereit. Kooperationen des MARUM mit Unternehmen und Industriepartnern erfolgen unter Wahrung seines Ziels zum Schutz der Meeresumwelt.